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Sven Sermier - Gespräch mit seinem Nachfolger Bernard Delarz

05-05-2006
Einleitung : Die Übernahme der Leitung der Schadenabteilung bei epona ist doch recht anspruchsvoll...Wenn diese Schadenabteilung seit Jahren problemlos funktioniert, wie dies unter der Leitung von Sven Sermier von 1991 bis Februar 2006 der Fall war, kann man sich als Aussenstehender kaum vorstellen, wie viel Energie in diese Arbeit investiert wurde.
24 Jahre arbeite ich nun schon bei epona . Ich freue mich sehr mein Wissen über epona , unterstützt von einem kompetenten Team, mit der Übernahme der Schadenabteilung, noch erweitern zu können.
Schon in der Einführungszeit, betreut durch meinen heute nun pensionierten Vorgänger, durfte ich die Vielseitigkeit der neuen Stelle erleben.

Herr Sermier hat sich bereit erklärt an einem Interview teilzunehmen. 15 Jahre hat er bei der epona gearbeitet und stellt uns seine Erfahrungen gerne zur Verfügung.
Das Interview erfolgt in zwei Teilen.
Teil 1
15 Jahre lang waren Sie Leiter der Schadenabteilung bei epona . Welche wichtigen Entwicklungen konnten Sie beobachten : - Bei Ihnen selbst : Mich beeindruckte im Laufe der Jahre immer mehr, mit wie viel Leidenschaft und Emotionalität sich Tierhalter für Ihre Tiere einsetzen.
- Bei epona : In diesen 15 Jahren hat sich epona dank der modernen Führung und des Fortschritts in der Informatik zu einem transparenten modernen Betrieb entwickelt. Gibt es besondere Merkmale: in unserer Gesellschaft ? Dies ist sicher der grosse jahrzehntelange Erfahrungsschatz aus der Bearbeitung der verschiedenartigen Tierversicherungsfälle. intern und in der Direktion? Anstehende interne Probleme werden auf kollegialer Basis gelöst. Dies erhöht natürlich die Motivation jedes einzelnen Arbeitnehmers.
Die Art und Weise der Betriebsführung kann als familiär bezeichnet werden.. Wie beurteilen Sie den Stellenwert der Gesellschaft: - auf dem Markt Die seit über 100 Jahre gemachten Erfahrungen in der Tierversicherung gewähren uns ganz klar den ersten Platz auf dem Schweizer Markt. - bei den Tierbesitzern Unsere Kundschaft ist sehr vielschichtig. Besitzer von Haus-, Freizeit-, Nutz- und Zuchttieren, sowie solche die sich im Sport messen, unterscheiden sich in ihren Interessen und somit auch in ihren Bedürfnissen an unsere Versicherungsgesellschaft sehr stark. Hat sich das Verhalten der Kundschaft in den letzten 15 Jahren verändert?
- früher ?
Früher kannten sich im Allgemeinen die Tierhalter in der Haltung und Pflege der Tiere eindeutig besser aus. - heute ? Zur Zeit nimmt die Anzahl Freizeittierhalter stetig zu. Leider hat sich aber das Wissen über die tiergerechte Haltung, vor allem im Bereich der Pferdehaltung, nicht parallel dazu vergrössert.
Zur Zeit nimmt auch die Zahl von Heilpraktikern und Verhaltensforschern ohne medizinische oder andere Ausbildung zu, was dem Wissen über die richtige Tierhaltung nicht gerade förderlich ist. Hat sich die Erwartungshaltung der Kundschaft gegenüber der Gesellschaft im Bereich der Schadenabteilung verändert? - früher ? Für den Versicherungsnehmer war es normal die Bedingungen und Ausschlüsse des Versicherungsvertrages zu akzeptieren. - heute ? Gemäss vielen Kunden sollten sogar Kosten für die Mittel zur Haltung und Pflege ihrer Tiere wie auch medizinische Eingriffe durch Laien von der Versicherung gedeckt werden. Sie sind täglich im Kontakt mit Tierärzten. Hat sich dieser Kontakt sehr verändert? - früher ? Die Zusammenarbeit mit den Tierärzten war eigentlich immer gut und beruhte auf gegenseitigem Vertrauen.
- heute ? Seit der Einführung unseres Produktes anicare, für Kleintiere, bei dem wir gemäss Vertrag 100% der Kosten direkt an den behandelnden Tierarzt bezahlen, ist die Zusammenarbeit mit einigen Tierärzten noch enger und intensiver geworden

Ende des 1. Teil – Fortsetzung folgt
 
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